Scan-Qualität und technische Hinweise

Scanner-Auflösung

Scannerhersteller werben für ihre Produkte inzwischen oft mit angegebenen Auflösungen von 7.200 lpi oder mehr. Dabei wird jedoch übersehen, dass die Vorlage, das Dia oder Negativ, diese Auflösung nicht liefert. Auch sind nur sehr wenige Scanner mit einer entsprechend hochwertigen Optik ausgestattet, die diese nominale Datei-Auflösung (Anzahl der resultierenden Pixel in der erstellten Datei) auch optisch leisten kann. Der von uns verwendete Scanner Nikon LS5000 hat nur eine "moderate" maximale Auflösung von 4.000 lpi. Diese leistet er jedoch auch optisch durch ein hervorragendes Scanner-Objektiv.

 

Vorlagen

Alle hier angeführten Angaben gelten für gerahmte Kleinbild-Dias. Andere Formate und Filme werden nur auf Nachfrage und gegen Angebot bearbeitet.

Prinzipbedingt können nur Kleinbildfilme in Streifen oder gerahmte Dias im KB-Standardformat (5cm x 5cm) gescannt werden. Dabei ist das Maß des Rahmens, nicht des Dias, maßgeblich. APSC- oder alte Pocket-Kasetten-Dias können - entsprechend gerahmt - bearbeitet werden.

 

Vorlagen-Qualität

Abhängig vom verwendeten Film und dem geplanten Einsatzzweck der Scans empfehlen wir folgende Auflösungen:

  • 2.500 lpi für Standardscans (Ausdrucke bis ca. A4) und für altes Filmmaterial
  • 3.600 lpi für hochwertige Scans (Ausdrucke bis ca. A3) und moderne Filme (Prozeß E6, ab ca. 1990)
  • 4.000 lpi für höchstwertige Scans, nur für sehr feinköringe Filme geeignet (Velvia 50, Kodachrome 25)

Nach unseren Erfahrungen sind Scans mit 2.500 lpi Auflösung für die meisten Anwendungszwecke ausreichend und bieten einen guten Kompromiss zwischen Qualität und Kosten.

 

Scan-Dateien

Üblicherweise werden Filmscans in .jpg oder .tif-Dateien erstellt. Dabei werden die drei Farbkanäle Rot, Grün, Blau (RGB) einzeln abgetastet. In jpg-Dateien können dabei Farbinformationen nur in 8bit (256 Abstufungen) für jeden Farbkanal gespeichert werden. Im tiff-Format können hingegen Farbinformationen in 16bit (2048 Abstufungen) abgespeichert werden. Die Farbinformation ist also um ein Vielfaches feiner und differenzierter. Dies ist vor allem dann von Bedeutung, wenn die erzeugten Dateien weiterbearbeitet werden sollen. 

Der verwendete Nikon-Scanner tastet die Vorlage darüber hinaus mit einem Infrarot-Kanal ab. Das so gewonnene Signal wird automatisch in die Ergebnis-Datei eingerechnet, um Staub und Kratzer aus dem entstehenden Bild weitgehend zu entfernen.

Um den ursprünglichen Farbeindruck des Dias weitgehend zu erhalten, ist ein vollständig kalibrierter Arbeitsplatz erforderlich. Sowohl Scanner als auch Bildschirme sind kalibriert. Der Scanner bei Angabe des Filmtyps (z.B. Kodachrome, Ektachrome, Fujichrome) sogar speziell für den gewünschten Film. Dies ist insbesondere für Scans von Kodachrome-Dias erforderlich, die sonst deutlich blaustichig werden.